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Erster Band.
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an fremdem Unglück, gefaßt im eigenen: sie durfte glau-ben, sie stehe gut mit ihrem Gott: oft hat sie von demFrieden Gottes geredet. Zu ihrer Zufriedenheit war ihrgenug, in dem Garten zu Lietzcnburg, das seitdem ihrenNamen trägt, zu lustwandeln, in der Umgegend der Stadtspazieren zu fahren, zuweilen die Hcimath wieder zu se-hen; sie bedurfte nur Luft und Sonne und hauptsäch-lich geistige Beschäftigung. Wenn sie sich, was sie nichtverschmähte, mit ihren Damen zu weiblichen Arbeitenniedergelassen, ward etwas vorgelesen: noch sind dieMusikalien übrig, an denen sie eine natürliche Gabedafür übte. Ihr eigenthümlichstes Talent aber, — viel-eicht das dem weiblichen Geiste, wenn er zu seinerReife gelangt, entsprechendste — war das der Conver-sation. Recht im Gegensatz mit ihrem Gemahl, dersich am frühesten Morgen erhob, und sein Tagwerk gernmit ceremoniöser Pracht unterbrach, liebte sie die langenAbende, zwanglose Hoheit, freies Gespräch. Keine Schmei-chelei, viel weniger etwas Unschönes hätte sich an sie her-anwagen dürfen; sie wußte das Ächte von dem Falschen zuunterscheiden, und zeigte ein Urtheil, das man wohl der Li-teratur in weiteren Kreisen gewünscht hätte. Die Gelehr-ten ', die sie umgaben haben der Verbindung von Schön-

1. Leibnitz gedenkt ihrer unwillkührlich bei dem Verse auf Hil-degard, Gemahlin Carls des Großen „/diiamen !,->nc zpec'em —die schönste der Welt — supcraliant luniin.i nioniis" Xnnale» im-perii I, 108. Larrey, ihr Vorleser, in der Geschichte Ludwigs XIV,II, 417. Lenfant in der Einleitung zu jener Correspondenz mit Vota:bei Erman 244. Die schönste Reliquie aus ihren Papieren ist ein Briefan die Pöllnitz (Erm. 71 ), den auch Varnhagen aufgenommen hat.