Band 
Erster Band.
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heil und Geist, Adel und Höflichkeit, die in ihr war, nievergessen. So erschien sie auch in der Gesellschaft, dieden Hof bildete. Sie kannte ihre Leute durch und durch,und schonte ihrer Eigenschaften in ihren vertrauten Ge-sprächen mit Nichten; Anmaßung, namentlich ungeschickte,wies sie mit Kälte von sich, verlegene Bescheidenheitzog sie eher hervor. Sie war stolz, unverstellt und vollAnmuth. In Geschäfte hat sie sich wohl nie gemischt,nur zuweilen in persönlichen Dingen die sie durchschautspricht sie eine Meinung aus, zieht sich aber sogleichwieder in ihre Sphäre zurück. In dieser nahm der Hofetwas von ihren Bestrebungen an; er theilte, wie Tolanderzählt, seine Zeit zwischen Studien und Ergötzungen.Eben darin lag das Verdienst der Königin, daß sie diegeistigen Interessen in den höheren Kreisen anregte, dieauch sehr empfänglich dafür waren.

Und so schienen äußere und innere Angelegenhei-ten von Preußen in dem besten Fortgang begriffenzu sein.

Dohna pries einst den König glücklich, daß er alleshabe, was ihm rühmlich und angenehm sei, treffliche Trup-pen, Geld in seinen Tassen, schöne Landhäuser darin zuwohnen, eine unvergleichliche Gemahlin. Der König ant-wortete: er schlafe doch nicht so ruhig, wie man glaube;es sei nicht leicht, die mannichfaltigcn Staatsintercssen zuvereinigen, die gierigen Hoflcute zu befriedigen.