Band 
Erster Band.
Seite
138
JPEG-Download
 

138

protestantischen Weltanschauung neue Bahnen. Das Gutewenigstens hatte der Lurus des Hofes, daß das Gewerbe,besonders in den Zweigen die demselben dienten, empor-kam; für den Handel sind einige unentbehrliche Bestim-mungen festgesetzt worden, z. B. eine Wechselordnung,welche jede bisher gegen Gesetze dieser Art erhobene Aus-rede abschnitt, und allgemeine Anerkennung fand; dieAbsicht war, ein Commcrzcollegium zu errichten, welcheszugleich als Handelsamt dienen, und bei der Errichtungder Manufaeturen für eine gewisse Vollständigkeit sor-gen sollte. ^ Das Merkwürdigste aber ist wohl der Ver-such, den regelmäßigen Truppen zur Seite eine Landmi-liz aufzustellen.

Zunächst in den königlichen Ämtern sollten die Bauern-söhne, welche unvcrheirathct und noch unter 40 Jahrenseien, in den Waffen geübt werden. Nachdem man ihneneinmal die Furcht benommen, als würden sie mit zu Feldeziehen müssen, machten ihnen die Übungen, welche vonUntcrofficieren der Armee, die die Dörfer bereisten, imSommer nach dem Feierabend vorgenommen wurden, vielVergnügen; ein Mal im Monat kamen sie aus einemganzen Amte zusammen. Das Amt schaffte Montur undWaffen an, und hielt sie in Verwahrung. Mit einge-übten Mannschaften dieser Art hoffte man Einfälle, wienoch der schwedische von 1657 gewesen, auf immer un-

1. Marperges üeoxc.ipllizclio Lesclir^vinxe etc. veiil.'talk lloorvan 6er tVa 191, 280.