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Erster Band.
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Jetzt hätte er gern, denn nach allen Seiten wünschteer sich im Voraus sicher zu stellen, eine ausdrückliche Bil-ligung seines Vorhabens von dem gemeinschaftlichen Lehns-herrn, dem römischen Kaiser, zu Wege gebracht. Die kai-serlichen Minister wollten so deutlich nicht herausgehen,aber sie erklärten, wenn Carl XII keinen Frieden anneh-men wolle, so könne Niemand dem König von Preußenverargen, daß er seinem Gewissen und seinen Allianzenein Genüge thue, und etwas unternehme, was ohnehinmit der Bcfugniß eines kreisausschrcibendcn Fürsten, dieer bekleide, in Übereinstimmung stehe. *

So geschah daß sich Preußen, nachdem es lange ge-zögert, endlich dazu entschloß mit den nordischen Verbün-deten gemeinschaftliche Sache zu machen.

Anfangs war wohl die Idee, es nur mit einer Po-stirung an der Grenze zu versuchen; bald aber zeigte sich,daß damit nichts ausgerichtet sein werde, und man be-schloß Carl XU, wenn es nöthig, in der starken Feste auf-zusuchen, wo die Schweden zuerst auf deutschem Boden

schloffen, gegen das preußische Interesse, später aber hatte Holsteindie Neutralität nicht gehalten. Wenigstens klagten die nordischenHöfe wenn der König von Schweden wiederkomme, würde Holstein sichganz an ihn anschließen: »sie müssen Stettin feindlich tractircn, wo-fern der König nicht die Holsteinische Garnison sofort herausschaffe.«

1. Oder vielmehr: »weil solches ohnedem mit dem Kreis aus-schreibenden Amt nicht incompatibcl wäre«; sie lobten übrigens Fried-rich Wilhelni'S bisherige Dioderation wider die harten Procedurendes Königs von Schweden. 13 April 1715. Der in Berlin anwe-sende kaiserliche Resident Boß führte eine solche Sprache, daß derKönig wie er sagt, »nicht anders glaubt, als daß S. Kais. Mt. esgerne sehen wenn wir den König von Schweden wirklich attaguiren«.(28 April 1715.)