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Carl VI schien wenigstens eine Zeit lang zu vergessen,daß ein Kaiser beiden Theilen angehören müsse. Wiebedenklich wurde aber dann eine so enge Vereinigung des-selben mit Spanien, das die Protestanten in Eine Reihemit den Ungläubigen setzte.
Und auch in den politischen Angelegenheiten beklagtesich der König von Preußen, die ganze Zeit seiner Regie-rung über ohne Rücksicht, ja mit Feindseligkeit behan-delt zu sein: — man höre ihn bei den Reichsgerichtennicht lange, man verurtheile ihn gleich. * Der Kaiser hattenach einander die Allodialerben von Limpurg, den Abtvon Werden, das Stift Quedlinburg gegen den Königin Schutz genommen: wegen des letztem sogar einige Nach-barn mit der Ausführung seiner Verfügungen beauftragt.'
Und so konnte Friedrich Wilhelm wohl nicht sehr kai-serlich gesinnt sein, als jene großen Irrungen ausbrachen.
Er hatte auch sonst noch mancherlei Anlaß, den Geg-nern des Kaisers, die sich an ihn wandten, namentlichdem englischen Hofe sein Ohr zu leihen.
1. Die Methode so der Ks. Hof dabei gebrauchet ist diese, "daßalle jur» dieses Hauses auch gantze Proointzicn und Lande die gleich-wohl unsere Vorfahren besessen, und in deren Possession wir uns auchbefinden, uns streitig und zweifelhaft gemacht, andre Stände im Reich,die Verwandten unsers Hauses selbst und unsre eigne Unterthanenselbst solche ju,-» zu impugnircn, und deshalb bei dem Kaiser zu be-klagen angchctzet, ja gar welches fast unerhört durch den Reichsfis-cal dazu gezwungen werden."
2. ,, Weil man zu Wien die Marime hat daß nian uns auf «sieWeise klein machen müsse, daß wenn wir schon in einer Sache rechthätten die -sisoi, nicht zuließe uns damit auskommen zu las-sen." Beschwerden vom Januar 1725.