Band 
Erster Band.
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erklärte er sich bereit die Erbfolgcordnung anzuerken-nen, jedoch hatte auch er eine Begünstigung dagegen zufordern. Denn als vollkommen frei sah er seine Einwil-ligung an, und es schien ihm billig und recht für einenso großen Dienst auch seinerseits einen Gegendienst zu ver-langen. Er machte die Gewährleistung seiner Ansprücheauf die jülich-bcrgische Erbschaft zur Bedingung. SeineAbsicht ging aber nicht dahin, Pfalzsulzbach, das sich dermannichfaltigstcn Verbindung und Unterstützung erfreute,ganz auszuschließen: er wollte demselben Jülich überlas-sen und sich mit Berg begnügen. Der kaiserliche Hofsollte sich verpflichten, die pfälzischen Häuser zur Annahmedieses Vergleichs zu bewegen. Friedrich Wilhelm erklärte,nur gegen Gewährung dieses billigen, gerechten und ge-mäßigten Ansuchens könne er in die Fortführung der an-gefangenen Unterhandlungen willigen.

Wir sehen: es waren die größten Interessen der bei-den Fürstenhäuser in Frage: für Östreich das der Er-haltung der Monarchie in ihrem Bestände; für Preußendas der Erwerbung einer ansehnlichen Provinz auf denGrund altvorbchaltener Rechte. Sollten sie mit einandergehen, so mußte hierüber ein Verständniß getroffen werden.

Und die Erklärung nun welche Scckendorf, der sichindeß nach Wien begeben hatte, von da zurückbrachte, zeigtewenigstens den besten Willen, eine solche zu vermitteln.Der Kaiser war bereit, die Unterhandlung mit Pfalz nachden Vorschlägen des Königs ikber sich zu nehmen; sollte