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viel glimpflicher und rücksichtsvoller behandelt wurde alsfrüher; die Neligionsklagcn hörten auf. Für Östreich wares ein wesentlicher Vortheil, daß sich Preußen zu einer neu-tralen Haltung vermögen ließ.
Wie sich aber denken läßt, in jenem Halbjahr konnteeine Unterhandlung, wie die jülich-bergische, nach denüberall und besonders im Reich herkömmlichen Formenkaum eingeleitet, geschweige denn beendigt werden. Nacheiniger Zeit hat man in Wien dem preußischen Hofe er-klärt, daß man Pfalzncuburg jetzt zu keiner vermittelndenAbkunft zu bringen vermöge. Es leuchtet ein, daß als-dann auch der Wustcrhauscr Traetat gar nicht mehr alsbestehend betrachtet werden konnte. '
Indessen aber waren die allgemeinen Angelegenheitenzu keiner größeren Festigkeit gelangt.
Nachdem die Friedenspräliminarien geschlossen wor-den, fand nian doch unmöglich, den wirklichen Frieden aufden Grund derselben zu Stande zu bringen; Congressebildeten sich, und lösten sich auf ohne Ergebniß.
Noch oftmals schien es, als sollten die trotz aller Frie-dcnsanwürfe fortdauernden Feindseligkeiten zwischen Spa-nien und England, bei denen doch auch dieses durch diespanischen Capcr sehr empfindliche Verluste erlitt, zu einemallgemeinen Kriege führen. Die Franzosen wurden vonder englischen Regierung aufgefordert, den Verpflichtungen
Anmerkung des Königs bei dem Entwürfe: »wofern der Ver-gleich nicht zu Stande kommt, ist diese Alliance null und nichtig."Der bei Dumont VIII, 139 gedruckte Traetat ist erdichtet.