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Erster Band.
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alte Erbstreitigkeit noch einmal in förmliche Erwägung. ImAnfang des Jahres 1728 war Seckcndorf daselbst, undging, wie er sagt, mit dem Rcichshofrathspräsidentcn, Gra-fen Wurmbrand, die voluminösen Acten aufs neue durch;über einige ungewisse Puncte bat er sich Erläuterungen vonBerlin aus. Anfangs Mai kam er nach Berlin zurück.In seinem Beglaubigungsschreiben heißt es, er werdedem König das aufrichtige Verlangen des Kaisers be-weisen „ mit ihm fester, ' , s. den Vortheil

seines königlichen und churfürstlichcn Hauses möglichsterDinge zu befördern." Er selbst machte dem König beiseiner ersten Audienz in Potsdam solche Eröffnungen, inBezug auf Berg, daß dieser nicht zweifelte, jetzt zu die-ser Erbfolge gelangen zu können, wenn die Sache ver-nünftig angegriffen werde. Mit feierlicher Herzlichkeit er-mähnt er Jlgen, sich nochmals anzustrengen, und alledie guten Dienste, die er seit so langen Jahren dem bran-denburgischcn Hause geleistet habe, durch die Erwerbungvon Berg zu krönen.

Jlgen und dessen College Borcke hegten längst dieAnsicht, daß der beste und sicherste Weg, diesen Anspruchdurchzuführen, in der Freundschaft mit dem Kaiser bestehe,wenn es dieser nur ernstlich meine.

I) 9. Mai. Sie haben so viel Avantagcn vor dieses HauS zu Wegegebracht; also bin persuadirt, daß sie itzund allen ihren Verstand zu-sammensuchen, die Sache durch Gottes Beistand so zu fassen, daß siezu Weg komme; der ich Gott von Herzen bitte daß er sie möge Ge-sundheit und langes Leben verleihen, zum Besten mir und meinerLande; das gebe Gott Amen.