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die Antonine erworben, richtete seinen Blick von der ge-tümmelvollen Thatkraft der Männer des Theatrum euro-päum, und den verwickelten Bestrebungen religiös-politi-scher Kämpfe auf die persönliche Lebensweisheit die in ei-nem beruhigten Zustand möglich ist, auf Denker und Dich-ter des Alterthums, wie Socrates und Horaz sind.
Was dem Lehrer zugeschrieben wird, war ohne Zwei-fel zugleich die natürliche Wirkung der neueren und äl-teren Autoren, mit denen ihn derselbe bekannt machte, ausden empfänglichen und emporstrebenden Geist.
Wenn es auf methodischen Unterricht ankam, einensolchen zu geben, war Duhan nicht fähig. ' Er verstandnicht viel mehr als seine Muttersprache; statt branden-burgische Historie zu treiben, gab er dem Prinzen Anwei-sung französische Verse zu machen.
In dem Leben eines Menschen in der vorgeschritte-nen Entwickelung der Welt ist nichts so wichtig, als dasVerhältniß in das er sich zur Literatur seht. Duhan ver-mittelte, wohin der Genius seines Schülers sich ohnehinneigen mochte, daß derselbe Geschmack an der Lectürebekam.
Später hat Friedrich bemerkt, man lerne niemals sogut von Menschen als aus Büchern; das untcrnchtcndstcGespräch sei das mit den Todten, welche nicht aus irgend
1. Zn dem Reglement heißt es von dem geographischen Unter-richt: Kalkstein soll dabei das Beste thun. So sagt dieser auch selbst,daß er mit dem Prinzen wohl die meiste Arbeit gehabt habe.