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Erster Band.
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einer Rücksicht reden; aus den Büchern der Geschichtekönne man das Urtheil abnehmen, das man selber zu er-warten habe. Darin besteht die unmittelbarste Beziehungdes individuellen Geistes zu dem allgemeinen Leben desmenschlichen Geschlechts, es ist vielleicht für einen Jedenentscheidend wo diese sich anknüpft.

In den Deutschen jener Zeit regte sich das Gefühldaß sie in freier Ausbildung der Persönlichkeit hinterandern Nationen, und zunächst hinter ihren westlichenNachbarn, die ihnen so manchen andern Antrieb gegeben,zurückseien. Nicht übel ist die Schilderung eines schönenGeistes, welche Pater Bouhours aufstellte, daß nämlichein solcher richtig denke, tief eindringe, dabei doch auchZartheit habe, zugleich umfassend und deutlich, bescheidenund fruchtbar sei. Aus einer der frühesten Schriften vonThomasius kann man sehen, welchen Eindruck dieser Be-griff von schönem Geist und gutem Geschmack in Deutsch-land machte; eigentlich mit einer Anerkennung desselbenhat dieser Autor seine Laufbahn begonnen.

Bon diesen Vorzügen der französischen Bildung wardnun auch Friedrich durchdrungen. Französische Bücherwaren wohl jetzt ausschließend seine Lcctüre. Er fandGeschmack wie an ihrem präcisen und witzigen Ausdruck,für welchen ihm selbst eine natürliche Anlage inwohnte,so an dem ganzen Begriff von Leben und Welt, den siemittheilten.

Und wie junge Menschen zu thun pflegen, diesen