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Um so mehr war es ein Ereigniß für ihn, daß erim Februar 1728 den Hof von Dresden sehen durste.
Die Mißhelligkeiten, welche bisher zwischen FriedrichWilhelm I und August II obgewaltet, waren ausgeglichenworden; und so verschieden ja beinahe entgegengesetzt ihreSinnesweise bisher erschienen war, so trat doch nach undnach manches heraus, was sie gemein hatten. August zeigtebesonders in seinen späteren Jahren eine steigende Vor-liebe für das Militärische; Friedrich Wilhelm folgte we-nigstens darin noch dem alten Herkommen der Höfe, daßer zu Zeiten an langen, reichlichen Gelagen gern Theilnahm. Nun hatte August II sich aus seinen vertrautestenCavaliercn eine besondere Gesellschaft (runde Tafel) ge-bildet, als deren Patron er erschien; König Friedrich Wil-helm, der als Genosse und Mitbrudcr eintrat, ward balddarauf als Compatron anerkannt, mit dem Recht die Ge-sellschaft zusammenzuberufcn, neue Mitglieder aufzuneh-men. Patron und Compatron sind die Titel, mit wel-chen die.beiden Fürsten sowohl unter einander als vonden vertrautesten Dienern bezeichnet werden. Sie mach-ten einen förmlichen Vertrag, wie einer den andern ohneCeremonie und selbst ohne Ankündigung sollte besuchen,sein Mittag- oder Abendessen bei dem königlichen Gast-freund oder auch bei wcni ihm sonst beliebe, ohne Rück-sicht auf Rang, einnehmen können. Die Hauptsachen aberblieben doch wohlvorbercitete Zusammenkünfte, bei denen sieeinander mit Prunk und Aufwand bewirtheten. Die erste