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fand im Carncval 1728 statt, wo dcr König und der Kron-prinz von Preußen in Dresden erschienen. Es wäre un-nütz, die Festlichkeiten zu schildern, von denen damals ei-gene Beschreibungen in Prosa und Versen herauskamen,die dann oft erccrpirt worden sind. Merkwürdiger ist es,welchen Eindruck dieses Dresden auf Vater und Sohnhervorbrachte. Friedrich Wilhelm bewunderte die Magnifi-cenz dieses Hofes, gegen welchen die Pracht seines Va-ters „Lapalie" gewesen sei; wäre es möglich Gold zu" machen, so würde er glauben, dcr König von Polen be-sitze dies Geheimniß. Er verglich die Anstalten zur Jagd,die Fasancngärtcn, die Orangerie, die Sammlungen, wiedas grüne Gewölbe, mit seinen eigenen, und gestand, daßjene unvergleichlich besser seien. Aber er unterließ nichtauch den militärischen Dingen seine Aufmerksamkeit zu-zuwenden. Von der Festung Königsstein urtheilte er, sieverdiene daß man 100 Meilen danach reise, dagegendas Zeughaus von Dresden erklärte er für tausendmalschlechter als das berliner; — von der Infanterie fander einige Regimenter sehr gut, andere erbärmlich, auchmanche Offiziere von Verdienst; was aber dabei seineMißbilligung erweckte, war die geringe Achtung, in dcrdieselben standen, so daß man sie wohl, sagt er in einemBriefe an den Fürsten von Dessau, „mit den Lakaienparadiren " lasse.' Er hielt es für seine Pflicht, ihnen
1. Schreiben Friedrich Wilhelms an den Fürsten von Anhalt,Potsdam 13 Februar 1728, nachdem er den Abend zuvor ange-langt war.
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