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wenden, ihm entfremden werde, und wollte nichts da-von hören.
Im Sommer und Herbst 1728 kam es zwischen bei-den zu offenem Mißverständniß. Der Prinz beklagt sich,daß die Gnade seines Vaters sich in Haß zu verwan-deln scheine: wiewohl er sich geprüft, habe er sich seinesWissens nichts vorzuwerfen. Der König antwortete ihmmit Scheltworten über sein unmännliches („effeminirtes")Wesen; er solle doch wenigstens seinem Vater zu Liebesich anders bezeigen, aber er folge nur seinem eigensin-nigen Kopfe.'
Damit ist nicht gesagt, daß der wachsende Unwilleseiner Paterliebe eben für diesen Sohn Eintrag gethanhabe. Um diese Zeit gedenkt er in einem Briefe an denFürsten von Dessau einer Krankheit, in die der Prinz ge-fallen war. „So lange die Kinder gesund sind", sagter, „so weiß man nicht, daß man sie lieb hat."
Und so blieb trotz allen Haders auch Friedrich in sei-nem Herzen gesinnt. Es kam einst hierüber, bald nachjenen unerfreulichen Erklärungen, im October 1728 zueiner Scene zwischen Vater und Sohn, die ihres gleichennicht hat.
Man feierte den HubcrtuStag in Wustcrhauscn miteiner großen Tafel: der Prinz saß der Königin gegen-über, neben dem sächsisch-polnischen Gesandten Suhm,und wiederholte, was er ihm oft schon gesagt, daß er es1. Der Brief (11 Septemb. 1728) bei Cramcr 33.