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in dcr Knechtschaft, in der er leben müsse, nicht auszu-halten im Stande sei, ob ihm nicht vielleicht der KönigAugust II durch seine Vermittelung die Erlaubniß zu ei-ner Reise verschaffen könne, nur damit er etwas mehrFreiheit genieße. Gegen seinen angebornen Sinn, aberdurch den Gebrauch der Tafel fortgerissen, trank ermehr als gewöhnlich; er sprach so laut daß man ihnüber den Tisch hörte und die Königin ängstlich wurde,was den Prinzen nicht abhielt die Ergießungen überseine Leiden fortzusetzen; nur so oft er seinen Vater an-sah, fühlte er sich darin gestört und unterbrach sich mitden Worten: „ich liebe ihn dennoch". Die Königin warweggegangen; dcr Prinz wollte nicht gehen, ehe er nichtvon seinem Vater Abschied genommen. Er zog die Hand,die dieser ihm reichte, über die Tafel hin an sich, bedecktesie mit Küssen; einmal in dieser Stimmung ging er dannzu ihm, umfaßte seinen Hals, warf sich auf seinen Schoos.Von den Anwesenden war Keiner, der ihre Stimmunggegen einander nicht gekannt hätte; die einen riefen demPrinzen ein Lebehoch zu: andern traten die Thränen indie Augen; „schon gut," sagte der König, „schon gut,werde du nur ein ehrlicher Kerl. Abends in dcr
1. Schreiben von Suhm 21 October 1728 im Dresdner Ar-chiv. — Als der König im Juni 1728 nach Preußen ging, gab erKalkstein, auf dessen Bitte, eine neue Jnstruction, worin die Gesell-schaft des Prinzen bestimmt, der Unterricht des Ingenieurs, MajorSenning, für früh und Nachmittag festgesetzt wird. (16 Juni). Nach
bor Rückkunft des Königs bat Kalkstein, sowohl für fich als für Fin-senstein, um den Abschied. Im Frühjahr 1729 trat Rochow beichm ein.