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immer zu keinem Ergebniß geführt — sich diesem sehr ernst-lich entgegenstellte, da ganz Europa noch zwischen Kriegund Frieden schwankte, so hat es sogar einen Augenblickbei einem geringen Anlaß den Anschein gewonnen, als solltesich zwischen diesen beiden naheverwandten Königen derStreit zu ernstlichen Thätlichkeiten entzünden.
Den Anlaß gaben einige Gewaltsamkeiten preußischerWerber, wie sie schon oft vorgekommen. Aber jetzt wollteGeorg II, der 1729, zum ersten Male als König, seinedeutschen Länder besuchte, sie nicht mehr dulden. Ohnedem König von Preußen auch nur Nachricht von seinerAnkunft gegeben, geschweige ihn erinnert zu haben, ließer die preußischen Soldaten, die den Weg durch sein Ge-biet nahmen, aufgreifen und gefangen setzen, und erklärtesie nicht wieder frei geben zu wollen, bis ihm die Han-noveraner, welche man in preußische Dienste genommen,ausgeliefert seien.
In Berlin erfuhr man dies nicht etwa durch amtlicheAnzeige, sondern durch die Zeitungen, und es läßt sich den-kcn, in welche Aufregung Hof und Armee gerieth. Georg H,sagte man, habe damit nicht eine Feindseligkeit begangen,gegen die man sich würde wehren können, sondern eineBeleidigung die man rächen müsse; Friedrich Wilhelmhatte nicht übel Lust, ein paar Quartiere im Lüneburgi-schen aufheben zu lassen, damit auch er Gefangene aus-zuwechseln habe, sich überhaupt mit den Waffen Genug-thuung zu verschaffen.