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Was den Kronprinzen anbetrifft, so waren sie alledarüber einig, daß es ihnen als Vasallen und Untertha-nen nicht zukomme, über Vorfälle zu richten, die in derköniglichen Familie Statt gefunden; es würde sogar, sa-gen die Generale, gegen ihre Pflicht laufen, über diesel-ben eine solche Nachforschung anzustellen, wie für eingründliches Urtheil erfordert werde. Die einen bemerkennoch, der Prinz sei durch seinen Arrest schon hinreichendbestraft, die andern — die Oberstlieutenants — in denKriegsartikeln sei nichts enthalten was auf diesen Fallpaffe. Man sieht, die Meinung des Kronprinzen, daßsein Vorhaben nichts mit Desertion gemein habe, behielthier die Oberhand. Insgesammt legten sie darauf nochbesonderen Nachdruck, daß er sich der Gnade seines Va-ters und Königs so vollkommen unterwerfe.
Ich finde nicht, daß König Friedrich AMMm dasMindeste hiegegen eingewendet, oder daß er jemals imErnst daran gedacht habe, seinen Sohn mit dem Todezu bestrafen. Wahr ist, daß Diele von seiner aufbrau-senden Natur, und vielleicht durch eine oder die anderezornige Äußerung veranlaßt, das Äußerste befürchtet ha-ben. Die befreundeten Fürsten versäumten nicht sich für denGefährdeten zu verwenden: König Friedrich von Schwe-den erinnerte Friedrich Wilhelm an das Vertrauen, dasseine Familie, sein Volk, alle Protestanten zu ihm hätten;König August von Polen, er möge die Sache nicht mitmilitärischer Strenge, sondern als ein großer Herr mit