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Erster Band.
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Großmuth behandeln; Kaiserin Anna von Rußland sagt,der Kronprinz, von dessen ausnehmenden Fähigkeiten undEigenschaften man so viel Rühmliches melde, sei gewiß nurauf einen Augenblick durch unbesonnene Leute verführtworden. Eben so drückt sich auch Karl VI in seinem Jn-tercessionsschreiben aus. Noch sei zwar, heißt es darinweiter, der Kronprinz von der Neigung des Kaisers zudem königlichen Churhaus Brandenburg nicht recht über-zeugt, aber diese Verwendung ' werde ihn davon über-führen: von der beständigen Vertraulichkeit der beidenHäuser hange ihre Wohlfahrt ab. Wer wollte leugnen,daß so viele Vorstellungen einigen Eindruck auf den Kö-nig hervorbringen konnten? Doch dürfte man nicht sa-gen, daß sie ihn entschieden hätten; auch nicht die kai-serliche, obwohl das Antwortschreiben, die freundliche An-näherung mit einer entsprechenden erwiedernd, dahin zudeuten scheint; Seckcndorf dem es überlassen war zu be-urtheilen, ob, wann und wie weit sich etwas für denKronprinzen thun lasse, überreichte das Schreiben, zu demer selber den Entwurf gemacht, erst am 31 Octobcr, alsdas Urtheil des Kriegsgerichts dem König überreicht undvon ihm, in so fern es den Kronprinzen betraf, ohne Wi-derrede hingenommen war.

Mit dem Urtel dagegen, welches das Kriegsgericht,.

1. Diese aus aufrichtig und liebreichster Neigung-

ergehende Vorschrift.» In dem Leben Seckendorss, wo dies Schrei-ben sammt den Antworten des Königs und des Kronprinzen zuerstmitgetheilt wurde (IV, 28S), wird die Überreichung den 1 Nov. ange-setzt. Die Antwort des Kronprinzen war diesem wörtlich vorgeschrieben.