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Erster Band.
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lauten und schickte Predigten um den Prinzen vollendsdes Irrthums zu überzeugen, worin er geschwebt habe.

Ob dies aber nicht der Weg war, ihm beide Mei-nungen zu verleiden? Wenn die eine nicht als folgerechterschien, und die andere zu Folgerungen führte, die ande-ren unantastbaren Grundsätzen widersprachen, mußten sieeinem forschenden Geiste beide gleichgültig werden.

Zuweilen empfand Friedrich die Unterwürfigkeit in derman ihn hielt sehr bitter; es fuhr ihm wohl eines Ta-ges durch den Sinn, sich hier im Gefängniß nochmalsin Widerspruch gegen seinen Vater zu setzen und umzu-kommen mit Ehren. Man überzeugte ihn aber, daß auchdas Ertragen von Widerwärtigkeiten Ehre mache.

Darin bestärkten ihn ohne Zweifel die Briefe, die zu-weilen anonym, mit verstellter Hand geschrieben, an ihn ge-langten, wahrscheinlich von seiner älteren Schwester, worineine feurige Bewunderung seiner Haltung ausgesprochenwurdeso viele Selbstbeherrschung lege er an den Tag,er thue nie etwas, als was an der Zeit, in allen Dingensei er vollkommen; er wisse sein großes Herz den Gebotender Vernunft zu unterwerfen.

An und für sich wäre es ein Ding der Unmöglichkeitgewesen, den Willen des Königs vollkommen zu vollstrecken.

1. Es heißt von ihm:

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