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für seinen Kronprinzen eine Gemahlin aus einem ande-ren Haufe.
Schon früher und dann von Zeit zu Zeit immer wie-der ist die Behauptung aufgetaucht, daß von einer Ver-mählung deö künftigen Königs von Preußen mit der Erb-tochter von Östreich die Rede gewesen seiund manwird neugierig zu erfahren,- ob jemals ein solcher Plangefaßt worden ist. Ich habe darüber nichts gefunden, alseine Aussage Katte's, nach welcher der Prinz geklagt hat,er werde von Scckendorf und Grumbkow zu einer Ver-mählung mit einer katholischen und kaiserlichen Prinzes-sin gedrängt. In dem Gefängniß hat dann Friedrichwohl auch einmal hören lassen, um seinen Vater zu be-gütigen, sei er nicht abgeneigt, sich mit der ältesten Erz-herzogin zu vermählen, vorausgesetzt, daß er die Religionnicht zu ändern brauche. Dabei haben aber, wie esscheint, Mißverständnisse obgewaltet. Die beiden Mini-ster haben standhaft geläugnct, jemals einen ähnlichen Ge-danken gehegt zu haben, und gewiß ist er weder dem Könignoch auch dem Kaiser in den Sinn gekommen. In Wiendachte man zwar längst nicht mehr an Don Carlos,wie sich ja auch die Politik in ganz anderen Bahnenbewegte. Aber am Hofe lebte der junge Franz von Lo-
t. Zn den kurzgefaßten historischen Nachrichten zu Behuf derneuen europäischen Begebenheiten 1730 37 St. war von einer Reisedes Kronprinzen nach Wien, zugleich der Errichtung der Hofstatt derErzherzogin die Rede,- mit dem Zusatz, daß das auf eine hohe Ma-nage deute; der Artikel machte damals viel Aussehen.