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Jnfant dcn polnischen Thron besteigen sollte; doch liegtes nicht so ganz fern wie es scheint. Don Emanuelwar durch seine Mutter ein Enkel jenes Churfürsten vonder Pfalz, der einst, auch von Brandenbnrg unterstützt,mit ziemlicher Aussicht nach dem polnischen Throne ge-strebt hatte, er war Geschwisterkind mit dem Kaiser. Schonlange hatte er Portugal verlassen. Man weiß nicht ge-nau, ob dies wirklich darum geschehen ist, wie damalsgesagt wurde, weil er zum geistlichen Stande genöthigtwerden sollte; genug er verließ sein Vaterland nicht mitVorwissen seines Bruders, des Königs. Auch von Parisriß sich der Jnfant von der Aufsicht, die dessen Gesandterüber ihn ausüben wollte, mit geschickter Entschlossenheitlos, er sagte er wolle bei der kaiserlichen Armee „seinHandwerk lernen ". In dem Dienst der Waffen hat er sichdann auch sehr hervorgethan; in der Schlacht bei Pcter-wardcin (1716) stürzte er sich mit einer Kühnheit in denFeind, die ihm einen glänzenden Lobspruch des PrinzenEugen verschaffte. Seitdem halte er die meisten Höfevon Europa besucht, sich eine mehr europäische Bildung,bei Landsleuten und Fremden einen gewissen Namen ver-schafft. Was ihn empfahl, war ohne Zweifel auch dieErwartung die man hegte, daß sein Bruder König Jo-hann V, der sich durch große Werke der Pracht und des
Consilia einmüthig dahin richten, daß der K. Polnische Thron miteinen, Succeffor wieder besetzt werden möge, der so wenig der polni-schen Libertät als der Nachbarschaft gefährlich; — der König vonPreußen fügt hinzu, seine Meinung sei hiebe! keine andere, als daßdieser Succeffor ein geborner polnischer Edelmann sein solle und müsse.