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cs in einer amtlichen Eröffnung vom 9 Juli, man for-dere „eine proportionirte Convenienz und ein Dedom-nagemcnt": hierüber müsse eine neue Abkunft in allerForm zwischen den Höfen aufgerichtet werden, wenn mancs nicht vorziehe, den löwenwoldischcn Vertrag noch zurStunde zu ratificiern.
Es ist hierüber noch eine Zeit lang unterhandeltworden.
Seckendorf sagte, wenn die jülich-bergische Sache invollkommene Richtigkeit gebracht sei, so werde sein Hofkein Bedenken tragen, Curland einem preußischen Prin-zen zu garantiern: die preußischen Minister verweigertenauf eine so ferneliegcnde Bedingung einzugehen.
Seckendorf blieb dabei, die kaiserlichen Höfe würdengewiß mit Sachsen nicht abschließen, wenn dies nichtvorher dem König von Preußen in dessen „so modera-ten und billig-mäßigen Postulatis" Genugthuung gege-ben. Allein er sagte damit mehr als er wußte. In die-sem Augenblick war die Sache in Wien schon andersentschieden. In Gegenwart des Kaisers wurden einigeConferenzen über die Frage gehalten, ob man sich auchohne Theilnahme von Preußen mit Sachsen vereinba-ren solle oder nicht. Am 16 Juli entschloß man sichendlich, da Preußens» vkle Schwierigkeiten mache, dieAusschließung des Stanislaus auszusprechcn, den Tractatmit Sachsen allein zu Ende zu bringen. Er ward andemselben Tage unterzeichnet.