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Auch nahm man nirgends in der Welt einen so leb-haften Antheil an dem polnischen Ereigniß wie eben inFrankreich. Eine Anzahl reicher Privatleute, Geldbe-sitzer, Große des Hofes haben den Freunden des Sta-nislaus über Amsterdam und Hamburg ansehnliche Sum-men zukommen lassen und seine Erhebung unterstützt. Inder Schloßcapelle zu Versailles sang man ein Tedeumdafür: in Paris mußte eine beabsichtigte Erleuchtungdurch ein Verbot gehindert werden. Wir berührten schon,daß Ludwig XV hatte erklären lassen, die Ausschließungseines Schwiegervaters werde er als eine Kriegsankündi-gung desjenigen Hofes betrachten, der sie ausspreche.
Gegen einander über erscheinen diese beiden Drohun-gen, Rußlands die Wahl des Stanislaus, Frankreichs dieAusschließung desselben als eine Kriegserklärung betrach-ten zu wollen, doch ist zwischen ihnen großer Unterschied.Rußland richtete seine Drohung gegen die polnische Na-tion, in sofern sie für Stanislaus sei; Frankreich die seinenicht etwa gegen die Polen, welche gegen ihn wären, seinevornehmsten Absichten gingen gegen die Höfe selbst, be-sonders gegen Östreich.
Wir wissen, mit welcher Eifersucht man in Versaillesden Fortgang der Erbfolgesache beobachtete; sie verdoppeltesich, wenn man in Betracht zog, daß der Herzog von Lo-thringen zum Gemahl der Erbin von Östreich und zugleichzum Römischen König bestimmt war, daß hiedurch seinLand in den großen Compler der kaiserlichen Gebiete