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Erster Band.
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Wechsel der Oberbefehl über dessen Truppen mit einigerZuversicht anvertraut worden, Graf Königsegg, erwarbsich einen gewissen Ruhm schon dadurch, daß er das Heerohne Niederlage in das Gebiet von Trient zurückzog.

Es giebt große Ereignisse in der Weltgeschichte, ohnegroße Thaten. So wenig litcrarische Genugthuung siedem Erzähler oder dem Leser gewähren, so sind sie dochder Betrachtung überaus würdig; eines von ihnen ist dasvorliegende.

Wenn nian den Ursachen der östreichischen Unfällenachforscht, so liegen sie, wie berührt, nicht in der Ab-neigung der Völker, auch wenigstens nicht allein in demMangel an militärischer Vorbereitung. Oder hätten dieöstreichischen Truppen Neapel und Sicilien wohl in derThat gegen die spanisch-französische Flotte vertheidigenkönnen, wenn ihnen keine eigene Kriegsmarine zur Seitestand? Daß der Krieg einen so ganz andern Gang nahm,als der über die spanische Erbfolge geführte, kam alleinvon der veränderten Lage der großen Mächte her. Ohnedie Hülfe von England und Holland und die Theilnahmeder protestantischen Deutschen war Östreich einem Anfall,wie der, den es erfuhr, nicht gewachsen. Der Erfolg be-ruhte weniger auf Waffcnthaten, als auf dem politischenMachtvcrhältniß im Allgemeinen. Wenn man die Kräftedie mit einander im Kampfe waren, gegen einander ab-wog, so war dies das Resultat. So wird es immergehen, wofern sich nicht Regierungen und Völker, jene