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Erster Band.
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Dazu hatte jedoch der König noch ganz andere Be-weggründe, als politische.

Wenngleich ihm keine Ahnung davon beiwohnte, daßdie Präliminarien so nahe seien wie sie waren, so sahdoch damals ein Jeder, daß man sich nicht mehr ernstlichschlagen werde; die allgemeine Überzeugung ging dahin,daß Seckendorf mit seinem Unternehmen dem Heere weit-läuftigcre und bequemere Winterquartiere jenseit des Rhei-nes verschaffen wolle. Nun war in jenen Tagen deralte Fürst von Dessau in dem dortigen Feldlager: diesermachte den König aufmerksam, daß wenn seine Trup-pen dahin geführt würden, diese in den gänzlich erschöpf-ten und deshalb weit und breit zu durchziehenden, demFeinde so nahen Lande die gefährlichste Gelegenheit zur De-sertion finden würden. Auf diefe Nachricht war es, daßder König seine Theilnahme an dem Zuge verweigerte; erhatte um so weniger Arg dabei, da ihm Seckendorf schrieb,für diesen Fall seien schon andere Truppen bereit, diepreußischen zu ersetzen.

In dieser Weigerung sah man in Wien eine Art vonAbfall, einen Bruch der Traktaten.

Indem der König dem französischen Gesandten keineAudienz gab, um jeden Verdacht zu vermeiden, und dascorrecteste Verfahren mit ängstlicher Sorgfalt zu beobach-ten beflissen war, gab man ihm in Wien Treulosigkeitund Abfall Schuld. Man verstand eine Haltung nicht,welche der alten Freundschaft so viel selbständiges Ge-