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Erster Band.
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Schon traten Vernachlässigungen ein, die FriedrichWilhelm auf das tiefste empfand. Die Friedensprälimi-narien vom 3 Oktober 1735 wurden dem König niemalsmitgetheilt, er mußte sie aus den Zeitungen kennen ler-nen. Von jeher hatte er dem Herzog von Lothringen dielebhafteste Theilnahme bewiesen, seine Verbindung mit derältesten Erzherzogin gebilligt, und seine Erhebung zumrömischen König selber in Antrag gebracht, sie nicht auf-zuschieben gerathen: dafür ward ihm jetzt, als der Her-zog seine Vermählung mit Maria Theresia vollzog, auchnicht einmal eine einfache Anzeige davon gemacht. EinFehler in den gewöhnlichen Formen des Lebens, den derKönig aber als eine der tiefsten Kränkungen fühlte, die erjemals erfahren hatte. Jetzt warf er einen Rückblick aufsein politisches Leben. Er wiederholte sich, in welcher Ge-fahr Ostreich gewesen, zu den Zeiten des hannöverschenBundes, welchen unendlichen Dienst er durch sein Zurück-treten demselben geleistet, wie er dann ein Bündniß mitÖstreich geschlossen, die Garantie der pragmatischen San-ction^nicht allein selbst gewährt, sondern auch im Reichedurchgeführt, wie er hierüber mit seinen Anverwandten,von demselben Blut und derselben Religion, gebrochen, undeinen bis zu dem Äußersten ansteigenden Hader in sei-nem Hause geweckt habe, und wie er nun vernachlässigtund gemißhandelt werde, einzig darum, weil er das sächsi-sche Haus nicht zum polnischen Throne habe befördernwollen, im Widerspruch mit seiner Politik und den frü-