426
wirklich eingetreten, da der Kaiser Vielen als der angrei-fende Theil erschienen sei; aber er habe sich darum nichtgekümmert sondern seine 10000 M. ins Feld geführt; wi-der seinen Willen und seine bessere Einsicht — wie es dennauch zum Verderben ausgcschlagen — habe er sich sein Vo-tum zur Rcichskricgsdeclaration abbringen lassen, nicht ohneseine rheinischen Lande einer französischen Invasion aus-zusetzen; er habe angeboten, sich der Krone Frankreich mitseiner gesammtcn Macht entgcgenznwerfen, aber man habeihn aus ungcgründeter Eifersucht mit Händen und Fü-ßen zurückgestoßen. Was seien es für nichtige Dinge,woraus man ihm jetzt einen Vorwurf mache. Man sagewohl, der wcstphälische Kreis habe wegen der Ercesse sei-ner Truppen nur 7000 M. statt 20000 M. gestellt, dadoch der ganze Kreis nur 12000 M. zu stellen habe, wo-von Viele sich mit Geld abgefunden; oder man wolle ihmden schlechten Erfolg des letzten Feldzugs Schuld geben, dadoch auch die Russen so gut wie seine Truppen bei derHauptarmee geblieben seien. Und jetzt bekomme er auch inder geringfügigsten Sache nichts als zweifelhafte und auf-zügigc Antworten. Er verlange die Achtung und Rücksichtdie ihm gebühre, man verspotte ihn mit dem Anerbietengroßgewachsener Rekruten; schon müsse er fürchten, daßder Kaiser auf die Absichten Frankreichs zu Gunsten derPfalz in der bergischen Sache eingehe. — Wie in demzweifelhaften menschlichen Leben einem Jeden, der eine be-stimmte Absicht verfolgt, Momente kommen, wo die Summe