Band 
Erster Band.
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niemals anderen Verbündeten den Vorzug geben sollen:daß es dies that, ist ihm unendlich theuer zu stehen ge-kommen.

Die Mißhelligkeit die hiemit entstand und von deralle Verhältnisse ergriffen wurden, ist von welthistorischerBedeutung; ihre Folgen werden unsere Geschichte erfüllen.

Zunächst richtete sich der Blick des Königs FriedrichWilhelm wieder ausschließend auf seinen Erbschastsan-spruch. Beim Ausbruch des türkischen Krieges hat erdem Wiener Hofe ein ansehnliches Darlehn angetragen, un-ter keiner andern Bedingung, als der, daß ihm die hier-auf bezüglichen Versprechungen erneuert würden, welcheim Tractat von 1728 enthalten waren; aber in Wienfürchtete man setzt, durch eine Erneuerung dieser Ver-pflichtungen in andere mißbeliebige Verhältnisse zu Frank-reich zu gerathen; mit den Türken meinte man auch ohnedas preußische Geld binnen wenigen Monaten fertig zuwerden, auch dies Anerbieten wurde abgelehnt.

Der König erkannte wohl, daß er auf diesem Wegenie dazu gelangen würde, seinen Anspruch durchzuführen,und er mußte auf andere Mittel Bedacht nehmen.

Es schien ihm nicht unmöglich, ohne weitere Dazwi-schenkunst, ein Abkommen mit dem Churfürsten von derPfalz zu treffen. Gar nicht gering lauteten die Erbie-tungen, die er demselben gemacht hat — 1200000 Thaler