Band 
Zweiter Band.
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Besitzergreifung von Schlesien.

Wollte man den Unterschied der angegriffenen Machtvon der angreifenden ganz im Allgemeinen bezeichnen, sodürfte man sagen, daß in dieser die Einheit der monar-chischen Gewalt den Gegensatz der provinzialen Interes-sen überwunden hatte, in jener aber noch im Kampfe mitdenselben begriffen war. Die östreichische Staatsgewaltmachte nicht eben geringe Anforderungen, die Leistun-gen, die sie gebot, erfüllten meistens das Maaß des Er-reichbaren; da sie an dem Begriffe einer herrschenden Re-ligion festhielt, so fühlte man die Gesinnung des Hofes bisin die tiefsten Kreise; aber dabei besaßen doch die ver-schiedenen Landschaften eine ständische Organisation vonanerkanntem Ansehen, ihren abgesonderten Haushalt, derauch die von dem Staate auferlegten Lasten umfaßte,und standen als mächtige Körperschaften in unaufhörli-chem Widerstreit sowohl unter einander, als mit dem kai-serlichen Hofe.

Besonders war dies in Schlesien der Fall.

Als im Sommer des Jahres 1740 einige Regimenter