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Zweiter Band.
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Cardinal Fleurp seine Hand haben zu müssen; er wolledas Herzogthum Berg theilen, um Preußen zu gewin-nen und die Pfalz nicht zu verlieren: er mische sich indie corsikanisch-genuesischen Händel; der letzte östrei-chisch-türkische Friede sei, wie die meisten anderen Frie-densschlüsse, sein einseitiges Werk; in der Türkei und inSchweden pflege er so eben andere dunkle, aber um sogefahrvollere Unterhandlungen, indessen breche er bereitsdurch die Befestigung von Dünkirchen den Utrechter Frie-den; man müsse sich seinen Bestrebungen mit vereintenKräften entgegensetzen, wenn anders das europäische Gleich-gewicht erhalten werden solle.

Dagegen ließ Cardinal Fleury bemerken, daß es einGleichgewicht eben so gut zur See wie zu Lande gebenmüsse; von Tage zu Tage wachse die maritime Anma-ßung Englands; das allgemeine Monopol sei es, wo-nach diese Seemacht strebe, man müsse sie mit vereintenEntschlüssen in ihre Schranken weisen.

Im September 1740 gingen zwei französische Ge-schwader in See, das eine von Toulon, das andere vonBrest; beide nahmen ihre Richtung nach den westindischenGewässern, wohin auch eine indeß von den Engländernausgerüstete Verstärkung ihrer Flotte gegangen war; einConflict zwischen ihnen schien unvermeidlich.

Es war in dieser Zeit, daß sich Friedrich II, wie wirerwähnten, der Politik der Engländer annäherte; nichtaus Vorliebe für ihre Macht, sondern weil er einsah, daß