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Zweiter Band.
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Frankreich seine Forderungen am Niederrhein, damalsdie einzigen die er machte, nimmermehr bewilligen werde.

So setzte England nun auch alles daran, den Wie-ner Hof zu gewinnen. Auch die älteren Minister, die denGedanken der Erneuerung der alten großen Allianz mitFreuden begrüßten, wandten doch ein, daß in dem jetzi-gen Zustand der Hülflostgkeit eine Entzweiung mit Frank-reich die verderblichsten Folgen haben könne, denn aufkeiner Seite sei Ostreich gerüstet; es werde weder Italiennoch die Niederlande gegen die Franzosen vertheidigenkönnen, ja die ganze Rheingrenze werde man aufgebenmüssen. Der englische Gesandte suchte ihre Besorgnissezu beschwichtigen, und ließ es an Zusagen und Auffor-derungen nicht fehlen. Erinnern wir uns einer Sceneaus den letzten Augenblicken Carls VI. Der Kaiser hattedie Sakramente empfangen, und seine Minister tratenaus dem Sterbezimmer, den Hofkanzler an ihrer Spitze,als der englische Gesandte sich diesem näherte, ihm mitgeheimnisvollem Eifer eine Depesche einhändigte, undderen Inhalt, indem er die Gallerie entlang neben ihmdaherschritt, dahin erläuterte, daß das Haus Ostreich nichtverloren sei, noch auch die europäische Ordnung der Dinge,wofern sie nur Männer sein wollten.

Noch andere Gefahren traten damals in den Ge-sichtskreis.

Die kaiserlichen Minister waren, wie gedacht, von dendüstersten Ahnungen über die Zukunft ihres Hauses er-