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Zweiter Band.
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füllt. Gleich im ersten Augenblicke berührte die fran-zösisch-englische Irrung sich mit den Fragen, welchediese betrafen. Nach welcher Seite jedoch die Entschei-dung fallen würde, war bei der Verwickelung der Ge-schäfte und dem Zustand des Hofes in sich selbst sehr zwei-felhaft.

Inneres und äußeres Verhältniß des WienerHofes.

Es erweist sich häufig als ein Irrthum, wenn manin den Monarchieen die Einheit des Willens voraussetzt,die der Begriff dieser Staatsverfaffung in sich schließt;namentlich auch an dem Wiener Hofe hat es in der Re-gel entgegengesetzte Richtungen und zuweilen sogar in denhöchsten Kreisen verschiedene Factionen gegeben.

Wie oft hat schon Prinz Eugen über die jesuitischeNathstube zu klagen gehabt, oder über die falschen Vor-stellungen, mit denen der Kaiser von liebedienerischen Hof-leuten erfüllt werde. Nach des Prinzen Tode hatte Carl Vlauf die welche sich als die Nachfolger desselben betrach-teten, vollends keine Rücksicht genommen. Wider dieMeinung der alten Minister fing er Krieg an und schloßer Allianzen. Eben in die vornehmste, die französische,welche seine letzten Jahre beherrschte, verwickelte er sichimmer tiefer, nur von einem jüngeren, eben emporgekom-