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hatte auch Latein gelernt, und ihr Lehrer wenigstens ver-sicherte, sie wisse in den Autoren, die er mit ihr lese,deren Eigenthümlichkeit zu unterscheiden'; sie zeigte in al-lem was sie trieb Methodik und seinen Sinn: im Um-gänge Ruhe und Ernst, nicht ohne Grazie. „Was ihraber," sagt ein Venezianer schon 1738, „den höchstenWerth verleiht, ist die Erhebung des Geistes, die sie anden Tag legt, verbunden mit einer gewissen Männlichkeitdes Gemüthes 2; man sieht, daß sie fühlt, wozu sie gebo-ren ist, und darf glauben, daß ihre Rathgeber dereinstkeine despotische Gewalt über sie ausüben werden." Nach-dem sie die für sie in ihrem Zustande doppelt schwerenTage der Krankheit und des Todes ihres Vaters über-standen, empfing sie die Huldigung ihrer Minister, die sieals Königin von Ungarn und Böhmen begrüßten; ihreWorte waren von Schluchzen unterbrochen; unverzüglichaber begann sie ihr Amt auszuüben und an den Con-ferenzen thätigen Theil zu nehmen. Die älteren Mi-nister hatten sich wohl geschmeichelt, bei dem Thronwech-sel das frühere Ansehen, von dem sie glaubten, daß esihnen gebühre, wiederzuerlangen. Aus dem Munde Sin-zendorf's wissen wir, daß sie deshalb vornehmlich denGroßherzog, auf den sie zählen konnten, zur Würde eines
1. Nach Kolinowics redet sie in Presburg 1741 itlionisre U-
Nno polito illo nee vulgär! cu^us KN9I7IS8IN1Ä est.
2. ^kevsterra tlel suo 8p!i4to eonAinnto sä uns eerts virilita6'anirno, atto oKKirnAi a trattsre Laeenlle Ki-ancli, e ßia rnostrs äisentlre 1a sua lortuna etc.