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Zweiter Band.
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Mltregenten beförderten. Allem der gesunde Sinn derjungen Fürstin zeigte ihr auf der Stelle, wie wenig wah-ren Beistand sie sich von jenen alten Männern verspre-chen könne, die gar nicht einmal recht im Besitz desFadens der Geschäfte waren. Sie liebte ihren Gemahlmit vollem Herzen, war um so mehr für seine Beförde-rung, da sie durch ihn den Glanz des kaiserlichen Na-mens bei ihrem Hause zu behaupten hoffte: allein ihreererbte Macht mit ihm zu theilen, ihm wesentlichen Ein-fluß auf die Regierung zu gestatten war sie nicht gesonnen.In der Geschichte der Königinnen ist es eine seltene Er-scheinung wie sie für ihre häuslich weiblichen Pflichtenund ihre Herrscherbefugnisse ein gleich lebendiges Gefühlhegt, sie aber aus einander hält. Das von Jugend aufin ihr genährte Bewußtsein daß sie die geborne Herrinsei, empfing in ihr überdies durch eine gewisse Pietäteine bestimmte Farbe und Richtung: sie wollte selber re-gieren, wie ihr erlauchter Vater. Suchte sie aber nacheinem Diener, der ihr dabei Lehülflich sein könne, sostellte sich ihr kein anderer dar, als derselbe Mann, demdieser einst sein Vertrauen geschenkt hatte.

Mitten unter den Abkömmlingen der vornehmsten Ge-schlechter hatte sich dieser Fremde und geborene Prote-stant, Sohn eines wenig genannten Professors in Stras-burg, Johann Ch»istoph Bartenstein, in die bedeutendsteStellung und Wirksamkeit emporgeschwungen. Er gehörtezu den früh entwickelten Talenten, wie man an seiner