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das Gegentheil längst gezeigt; schon durch die Heftigkeitder Hofdecrete in der Herstallschen Sache, die eben demeinseitigen Eifer des Staatssekretärs Schuld gegeben wur-den. Für die folgenden Eröffnungen Preußens fehltees den älteren Ministern vielleicht nicht an allem Sinn,in so fern sie eine Herstellung der großen Allianz immerim Auge behielten, und einige eingehende Worte ließensie verlauten; aber diejenigen, die nun einmal ihr Ver-trauen auf Frankreich setzten, konnten darauf nicht hö-ren. Die Idee von welcher Friedrich ausging, daß dieFranzosen ihre alten Pläne gegen Östreich erneuern undes zu verderben suchen würden, war eben das Gegen-theil von dem, wovon sie sich überzeugt hielten. Durchjede Annäherung an eine andere Macht fürchteten sie sichFrankreich zu entfremden und eine Gefahr eher hervorzu-rufen, als zu beseitigen.
Wie ein Blitzstrahl aus heiterer Luft traf sie dieNachricht von dem Einfall des Königs von Preußen inSchlesien.
Die ersten Anzeigen von diesem Vorhaben empfingman in Wien am 5 Dezember, doch konnte man sichnicht entschließen, ihnen Glauben beizumessen. Am 9langte ein Offizier an, der von den Bewegungen der preu-ßischen Regimenter gegen Schlesien Meldung machte. Am12 ließen die einlaufenden Nachrichten keinen Zweifelmehr übrig; man bekam die Liste der beorderten Regi-