nur einen Zoll breit abtreten, wenn sie nicht die ver-meinten Ansprüche vieler Andern rege machen wolle; abereher würde sie sich mit allen Andern vertragen, eher würdesie die Türken vor Wien kommen lassen, ehe sie auf Schle-sien Verzicht leiste. Was ihn betreffe, so solle man nichtsagen, daß er einen Augenblick daran gedacht habe zurKaiserkrone zu gelangen, gegen den Verlust einer Pro-vinz; er müßte der letzte aller Menschen sein, wenn esihm beikäme; lieber wolle er sich unter den Ruinen derWelt begraben lassen.
Nur einmal trat der Großherzog einen Schritt nä-her; als ihm Götter am Neujahrstage 1741 sagte, seinKönig bestehe nicht auf das gesammte Schlesien, warf erdie Frage auf, was man demselben anbieten solle: Schwie-bus werde ihm zu wenig, dagegen die Hälfte von Schle-sien für Östreich bei weitem zu viel sein; es sei unend-lich schwer eine Abkunft zu treffen, doch wolle er nichtdie gänzliche Unmöglichkeit davon behaupten. Mehr konnteer nicht sagen: eben klopfte seine Gemahlin an die halb-geöffnete Thür, und er zog sich unverweilt in die Ge-mächer derselben zurück.
Durch die Äußerung des Großherzogs bewogen, undvon ihrem König bestimmter als bisher in Kenntniß ge-setzt, daß er sich mit einem Theile von Schlesien begnü-gen werde Z faßten die preußischen Gesandten die Hoff-nung, es doch noch zu einer Unterhandlung zu bringen;
1. Friedrich an Götter und Vorcke 26 Dec. Vous xrouver mLme
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