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Es giebt geistige Atmosphären die nichts mit einan-der gemein haben. Die Meinungen quellen an einer Stelleaus andern Wahrnehmungen und Anschauungen, aus ei-nem andern Boden auf, als an einer andern; man athmetso zu sagen in anderen Gedanken.
Welch ein Unterschied zwischen dem Hofe zu Wien,der nur seine alte Hoheit fühlte, und dem preußischenFeldlager, wo alles in emporstrebender Thätigkeit lebte.Die Verwerfung des preußischen Unternehmens war inWien so einmüthig und stark, daß sie nicht allein denenglischen, sondern selbst die beiden preußischen Gesand-ten mit sich fortriß. Borke schrieb seinem König ge-radezu: wenn er bei dem Entwurf zugezogen wordenwäre, er würde dagegen gestimmt haben. Götter, derim vertraulichen Gespräch seinen Herrn wohl als einenMann bezeichnet, welcher einige gute Eigenschaften, aberzugleich den Fehler der Ehrsucht und der Liebe zum Geldehabe, und niemals guten Rath annehme, lobt den Mi-nister Podewils, daß er zu diesem Unternehmen nichtsbeigetragen, und preist sich selber glücklich, daß auch erdies nicht gethan habe. Dem König hat er wirklich dieMeinung des Wiener Hofes wiederholt, es sei für ihn fürsErste nichts' zu thun, als daß er Schlesien wieder ver-lasse. Die Zuversicht und der Stolz des Hofes beherrschtealle Gemüther.
Als die Nachricht von den Vorfällen in Brcslau ein-ging, wurde jedes weitere Verhältniß abgebrochen; die