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Zweiter Band.
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preußischen Gesandten verließen Wien; am 18 Januartraf Götter bei den Vorposten Schwerins in Oberschlcsi'enein, und man sah, daß es zwischen den beiden Mächtenzu einem ernstlichen Kampfe kommen werde.

Die nächste Frage war aber noch nicht, welche vonbeiden in sich die stärkere sei, sondern vielmehr, welchevon ihnen die großen Angelegenheiten richtig gefaßt habe:was für eine Haltung die Mächte überhaupt nehmenwürden, vor allem Frankreich, von dem noch gleichsam dieSumme der Dinge auf dem Continent abhing.

Politik von Frankreich.

Der Wiener Hof setzte ein unbedingtes Vertrauenauf die enge Allianz, die er mit Frankreich geschlossenhatte, auf den Mann, der die Politik dieses Landes lei-tete. Er hat wohl nach der Zeit die Meinung ausge-sprochen, erst durch den Einfluß von Preußen sei dieserirre gemacht, in eine andere Richtung fortgezogen worden.

An den Ereignissen haben wir Cardinal Fleury schonkennen gelernt. Wenn man mit ihm sprach, so hätteman ihn nicht für ehrgeizig halten sollen. Er besaß über-haupt den Zauber einer angenehmen Unterhaltung, diedem Alter so wohl anstehende Gabe leichter Erzählung,Kenntniß der Literatur, mit der er sein Gespräch würzte;Niemand erschien liebenswürdiger, feiner. Kam er auf dieGeschäfte so redete er von nichts als Frieden, und manglaubte ihm um so leichter, da seine bedachtsame Art und