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Weise von Vielen als Zaghaftigkeit getadelt ward. Aberschon in den Dingen des gemeinen Lebens wurde er vondenen die ihn näher kannten, wenn wir ihre Ausdrückewiederholen dürfen, „als ein feiner Fuchs, als ein gro-ßer Practikus" betrachtet; in den öffentlichen bewiesen dieErfolge, wie tief er seine Pläne anlegte, wie geschicktund geheimnißvoll er fortschritt, bis seine Combinationensich erfüllten und das Erwünschte sich als eine nothwen-dige Auskunft Platz machte. Er hatte nichts dagegen, daßman indessen auf ihn schalt. Er liebte nicht wie Andere,auf dem Wege zu seinem Ziele zu glänzen, sondern nurdies zu erreichen. Das vornehmste aber das ihm vor-schwebte, vor dem ihm alle Rücksichten auf Menschen undDinge verschwanden, war das allgemeine, das Überge-wicht der französischen Macht in der Welt zu behauptenund zu erweitern. Den Gegensatz gegen Ostreich hielt erso fest im Auge, wie Richelieu, oder Ludwig XIV.
Was Fleurp über die Garantie der Erbsvlgeordnnngdachte, brauchen wir nicht aus seinen Handlungen zu schlie-ßen: hören wir, wie er sich gegen den außerordentlichenGesandten Friedrichs in dem Augenblicke äußerte, als dieNachricht noch nicht einmal vom Tode, sondern erst vondem hoffnungslosen Zustande des Kaisers bei ihm eintraf.Er theilte sie ihm mit, mit gedämpfter Stimme, nach ei-nem Moment von Zögern und Nachdenken, und ging mitihm dann die deutschen Fürsten durch, welche die meisteWichtigkeit haben würden. Hiebei brachte der Gesandte