Schlesischer Feldzug im Frühjahr 1741.Schlacht von Mollwitz.
Nachdem sich Friedrich Schlesiens im ersten Anlaufbemächtigt hatte, war seine Absicht auf zweierlei gerich-tet, die Eroberung der drei Festungen, die der übrigensvertriebene Feind noch besetzt hielt, und die Sicherung derGrenzen gegen ein neues Eindringen desselben.
Schwerin, den er für die Zeit seiner Abwesenheit mitdem Oberbefehl bekleidete, hatte die Weisung bei den mitder Umlagerung der festen Plätze beschäftigten Heeresab-theilungcn nichts zu verändern, sein vornehmstes Augen-merk nur auf eine sorgfältige und umfassende Verwahrungder Gebirgspässe zu richten. Zu diesem Zwecke warenihm für die verschiedenen Bezirke einige der nahmhafte-sten Generale zur Seite gegeben, und er zweifelte nicht,daß es ihm mit diesen Gehülfen vollkommen gelingenwerde; wenn der Feind, sagte er, 20000 Mann in Mäh-ren, und eben so viele in Böhmen hätte, würde er nichtsvon ihm fürchten, so gut wolle er ihm alle Durchgängeverstopfen. Die Zuversicht die er äußerte riß auch den