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Zweiter Band.
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König zu den kühnsten Erwartungen fort. Indem Friedrichzu ernstlicherer Belagerung der Festungen für Geschützeund Munition sorgte — worauf sie in kurzem in preu-ßischen Händen sein würden — eröffnete er dem Feld-marschall, daß er alsdann, noch im Mai, die Zelte auf-schlagen zu lassen und eine Stellung auf den vor-theilhaftesten Puncten zwischen Jägerndorf und Troppauzu nehmen gedenke, um die Feinde aus dem Mährischenkommen zu sehen, und sie nach Befinden der Umständeanzugreifen oder nicht.

Gedanken einer feurigen, des Erfolges sicheren Kriegs-lust, denen aber, wie vor allen Anderen der alte Fürstvon Dessau dem König bei seiner Anwesenheit in Berlinnahe legte., die Dinge nicht so ganz entsprachen.

Der Fürst hatte nach dem Regierungswechsel schwereTage verlebt. Während Friedrich Wilhelm I es ihm imvoraus zu wissen that, wenn hundert Mann von einemOrte nach einem andern rücken sollten, ordnete Fried-rich eine überaus ansehnliche Verstärkung seines Kricgs-heeres an, ohne ihn zu Rathe zu ziehen, zeigte ihm bei jedemBegegnen Kälte und Verstimmungunternahm endlich ei-nen großen Kriegszug, ohne ihm ein Wort davon zu sagen.Bei dem ersten Gerüchte von dem schlesischen Vorhabenfleht ihn der Fürst gleichsam an, ihm, seinem ältesten Ge-neral nicht die Ungnade zu erweisen und ihn zurückzu-lassen; als dies doch geschieht, glaubt er sich beschimpft,

1. Leopold von Dessau selbst spricht von augenscheinlichem Haß.