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Zweiter Band.
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gesetzt war, begleitete er sie mit eifriger Theilnahme. Aneiner sehr ungenügenden Karte studirte er die geographi-schen Verhältnisse, und knüpfte daran strategische Rath-schläge. Daß man Glogau unerobert im Rücken läßt,erregt ihm Bedenken; wenn die Östreichs noch den Kriegverstünden, so würden sie durch das offene Polen demBelagerungsheer in die Flanken fallen und es auseinan-derjagen; aber eine viel dringendere Gefahr, gegen dieman nichts gethan, scheint ihm von der böhmischenSeite her zu drohen. Da er von den Angriffen der leich-ten östreichischen Reiterei Unfälle der preußischen fürchtet,welche dem Ruhme der Armee nachtheilig sein möchten,so arbeitet er eine Instruktion aus, wie den Husaren zubegegnen sei. Der König wollte fremde Ingenieurs, etwaaus den Niederlanden, kommen lassen; Fürst Leopoldweist ihm Offiziere der eigenen Armee nach, welche dienöthige Geschicklichkcit besitzen. Durch Briefe oder Ge-spräche übte er, auch abwesend, Einfluß auf den schlesi-schen Krieg aus. Vornehmlich erklärte er sich gegen diewcitläuftigc Aufstellung Schwerins, dessen Thun und Las-sen er überhaupt mit den scharfen Augen eines zurückge-setzten Nebenbuhlers beobachtete; in jedem seiner Briefeermähnt er den König zur Sammlung seiner Kräfte.

Aber auch an sich waltet zwischen den beiden Feld-marschällen des Königs Friedrich ein merkwürdiger Gegen-satz ob. Der alte Fürst — man wußte nicht was er ei-gentlich glaubte — alle äußereBildung verschmähend, durch-