Band 
Zweiter Band.
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Zahl also waren sich die Heere gleich; der Hauptunter-schied zwischen ihnen lag darin, daß die Preußen einzahlreicheres Fußvolk, die Astreicher dagegen eine unge-heure Übermacht in der Reiterei hatten.

Wenn man die dortige Flur überblickt, so möchte manurtheilen, daß sich Friedrich für seine Truppen, die sichnach dem Muster ihrer Übungen auf der Ebene vonTempelhof zu schlagen hatten, selber kein besseres Schlacht-feld hätte aussuchen können als dieses, das sich in un-unterbrochener Fläche vor ihm hin erstreckte. Seine linkeFlanke war durch einen Bach, der dort in der Feldmarkentspringt, und zwischen ausgebreiteten Wiesen und mitBäumen bewachsenen Sumpfstrccken dahinrinnt, vor je-dem plötzlichen und gefährlichen Anfall gesichert. Ebenso unverkennbar aber ist es, daß die Ebene der überlege-nen Beweglichkeit der östreichischen Cavallerie einen sehrgeeigneten Schauplatz darbot, zumal da die rechte Flankedes Königs mit Nichten so gut gedeckt war wie die linke.

Die Astreicher waren nur erst zum Theil formirt, alsdie Preußen Mittags gegen 1 Uhr auf sie heranrückten:in der schönsten Ordnung, mit fliegenden Fahnen undklingendem Spiel; die Grenadiere hielten Schritt mit derCavallerie; die vorauffahrenden Geschütze begannen schonden Feind zu erreichen.

Neipperg hatte gemeint, in einer ähnlichen geschlos-senen Ordnung, sein Fußvolk mit geschultertem Gewehr,seine Reiter den Säbel in der Faust, den Preußen ent-