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Zweiter Band.
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auch die Linke heran ', die bisher fast nur für sich gefoch-ten, und nahm die gesammten Kräfte der Armee zum An-griff zusammen. Noch einmal sahen die Östreicher dieseganze Front sich bewegen, die Bataillone dicht an ein-ander geschlossen, jedes in sich selber ohne Lücke, mit der-selben Frische wie in der ersten Stunde, noch einmal erhobsich das Rollen ihres Feuers, nach einem östreichischen Be-richt, wie ein stetiges Donnerwetter, furchtbar funkeltendie Bajonette in den Strahlen der untergehenden Sonne.Bei diesem Anblick war die östreichische Infanterie auchin ihren tiefen Colonnen nicht mehr zurückzuhalten; anein neues Heranführen der Reiterei, die ebenfalls sehr ge-litten hatte, war nicht zu denken; um die Armee nichteiner vollkommenen Niederlage auszusetzen, mußte sichNeipperg zum Rückzug entschließen.

So Maaßen sich die beiden großen deutschen Kriegs-mächte zum ersten Mal in offenem Felde mit einander.Es war ein Kampf der Zucht und Übung einer strengenund wohl berechneten Schule mit einem auf die natürli-chen Einrichtungen kriegerisch gesinnter Völkerschaften undtraditionelle Kriegsführung beruhenden Heerwesen. Imöstlichen Europa hatte von jeher die Überzahl und derAnlauf der Reiterei entschieden; hier behielt die Unerschüt-terlichkeit und, wenn wir so sagen dürfen, militärische Vir-tuosität des Fußvolkes den Platz. Die preußische Tactik

1. Über die Fehler die bei dem Aufmarsch auf dem linken Flü-gel vorgingen vergleiche man den Aufsatz im Militärwochenblatt 1823S. 32SS, 3262.