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Zweiter Band.
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gar das Haus Östreich selbst ausrichten lasse. Man schiendort ganz geneigt, darauf einzugehen. Der leitende Mi-nister Graf Brühl erklärte oft, sein Herr wünsche sich nichtsBesseres, als eine Allianz mit Preußen. Das hinderteihn aber nicht, nach der Sitte der damaligen Höfe, zu-gleich eine ganz entgegengesetzte Unterhandlung zu pflegen.

Die Vorstellungen der Grafen Wratislaw und Khe-venhüller, die am 5 Januar 1741 ihre Audienz hatten,die nahe Verwandtschaft der Häuser, die geistlichen Rück-sichten auf die dem Katholicismus in einer so ansehnli-chen Provinz bevorstehenden Verluste brachten um so mehrEindruck hervor, da man auch östreichischer Seits demsächsischen Hofe auf die Erreichung eines seiner vornehm-sten Wünsche einige Hoffnung machen konnte.

Dieser ging vor allem dahin, eine unmittelbare Ver-bindung zwischen Polen und Sachsen zu gewinnen. Öst-reich meinte dies jetzt gewähren zu können ohne eigenenVerlust. Aus dem Munde eines östreichischen Ministerswissen wir, daß ein altbrandenburgisches Fürstenthum,Crossen, das aber einst zu Schlesien gehört hat, dem Hofevon Dresden versprochen worden ist.

Denn nicht mit einer bloßen Abwehr des geschehenenAngriffs wollte man sich begnügen; die Absicht war, undes ist darüber ein Vertragsentwurf in aller Form auf-stellt worden, daß die Hannoveraner mit Dänen undHessen in englischem Solde von der einen, die Sachsenvon der andern, die Russen von einer dritten Seite das

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