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der auf den Straßen der Stadt auf die Kniee gefallen, umfür den Sieg des Königs von Preußen zu beten, sonst werdees auch über die armen Breslauer hergehen. Und nach derSchlacht nun hörte diese Gährung mit Nichten auf. Zwi-schen den beiden Parteien ist es wohl über ein Schmäh-wort, das gegen den König von Preußen ausgestoßen *ward, auf dem Markte zu Thätlichkeiten gekommen. Jedeihm günstige Nachricht erregte bei den Evangelischen, jedeungünstige bei den Katholischen Frohlocken. Immer vonacht zn vierzehn Tagen sahen die letzten der Ankunft desneippergischen Heeres entgegen; jeder herumstreifende Hu-sarentrupp, der in die Nähe gelangte, erregte Hoffnungund Furcht; die Bürger behaupteten, es bestehe ein Com-plott, um bei der ersten Gelegenheit dem Feinde die Thorezu öffnen; mit ängstlicher Sorge trugen sie auf die Hin-wegschaffung der Gefangenen vom Dom an, weil diese sichsonst sofort den Hereinbringenden anschließen würden. ^
Der König seinerseits war mit dem Magistrat unzu-frieden, der ihm Geldzahlungen abschlug, zu denen mansich sonst allenthalben in der Provinz verstanden hatte,
1. Stei'nbergcr, aus dessen Tagebuch diese Notizen großentheilsstammen, fügt hinzu, man habe Weiber ertappt, welche Bictualienin ihren Körben zu haben behaupteten, aber Kugeln und Pulvertrugen. Gutzmar habe an Neipperg einen Brief geschrieben, daßdie östreichischen Truppen sich zur Nachtzeit nähern sollten: der Kö-nig habe ihn gefragt, ob er den Brief kenne: Gutzmar habe um Gnadegebeten und die Schuld auf »einige eyfferi'ge Personen" geschoben.
Segeebart: Sie hofften einige tausend. Mann feindlicher Truppenzur Besatzung zu nehmen; der Theil der Bürgerschaft, so preußischgewesen, habe dem König es eröffnet und gebeten das Prävenire zuspielen.
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