Band 
Zweiter Band.
Seite
292
JPEG-Download
 

292

sien aus, das die erstaunten und überraschten, aber zugleichwohlgesinnten und von Herzen geneigten Einwohner siebenMal wiederholten. Für sich selbst sahen sie es als einGlück an, daß sie der drohenden und ausdrücklich ange-drohten Gefahren entledigt wurden; in dem endlich ent-schiedenen Zustand lag für sie eine Sicherung ihrerPersonen, ihrer Güter und ihrer Religion; nie warendie evangelischen Kirchen voller, als bei der Huldigungs-predigt; die preußischen Soldaten wurden mit Gastgebo-ten geletzt, i

Und auch für den König war es ein großer Vortheil,daß er keine Besorgniß auf dieser Seite weiter zu hegenbrauchte.

Eben damals, Anfang August, setzte sich Neipperg,von seinem Hofe gedrängt, der in dem Verhalten sei-nes Heeres unthätige Säumniß erblickte, wieder in Be-wegung, erst jenseit der Neiße, nach dem Glatzischen,alsdann diefseit des Flusses nach Frankenstein hin; mitder größten Vorsicht, von einer festen Position zur an-dern übergehend, aber doch in einer noch ernstlicherenoffensiven Tendenz als bisher. In seinem Rücken ge-sichert konnte das der König ruhig geschehen lassen; alsaber Neipperg die Magazine bei Schweidnitz bedrohte,hielt Friedrich für gut seine Stellung in so weit zu än-dern, daß diese gedeckt wurden; er bezog ein Lager bei

1. Schwerins Bericht fehlt, doch war er auch im Grundsatz ein-verstanden. r.e clroit <!e converiience, schreibt er am 2 Aug., estvir> tilre legitime en pareil c»s. Steinberger: „Man konnte wie-der ruhig schlafen, die tapferen Preußen waren auf guter Hut."