Wenn es bei dem Abschluß doch einige Schwierig-keiten gab, so lagen diese nur in der Auseinandersetzungmit den andern welche ein Recht an die große Erbschaftgeltend machten.
Man sollte es kaum glauben, aber es ist wahr, daßdie bourbonischen Könige von Spanien, nicht zufriedenmit der beabsichtigten Ausstattung Don Philipps, aufden Grund ihres Erbrechtes auch auf einige Provinzendiesseit der Alpen, anfangs sogar auf Tyrol, später we-nigstens auf das Gebiet von Tricnt und auf KärnthenAnspruch erhoben. Mit Mühe brachte man sie dahin,diese fallen zu lassen, und sie erklärten sich bereit, auchihrerseits dem künftigen Kaiser Subsidien zu zahlen, hin-reichend, um daraus 12000 Mann ins Feld zu stellen;aber sie forderten, daß wenigstens die Hälfte dieser Trup-pen eine Richtung nach Italien nehmen solle, um demAngriff den sie beabsichtigten von der andern Seite ent-gegenzukommen. Durch keine Vorstellung ließ sich derspanische Gesandte Montijo davon zurückbringen. End-lich bewog man ihn, daß er die Eventualität einerTruppensendung nach Italien in einen besondern Artikelverwies, und dabei doch die Zahlung der für diejenigeHälfte der Truppen, die auch nach dem spanischen Ent-
M65 cki-otts, ckonx nMIions cle livres romnois et au cas, gue 8. V.pronno w seoouck corps 6o rioupes, 8. vl. lui sera ionilitil- 1111
miMvn <lo plus, p!>r lunis, Man läugncte die Ächtheit der sofortverbreiteten Copien und ersuchte die Regierung in den Niederlanden,den Druck derselben zu verhindern; in dem Archiv hat man dann nurangemerkt, daß der Tractat nie ratificirt und abgeleugnet worden sei.Schlosser Gesch. des achtzehnten Jahrh. Il, 24. Vgl. Zschokke baie-rische Geschichte IV.