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Zweiter Band.
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über den Thatbestand auf das vollständigste unterrichtetsei. Der Cardinal antwortete, der König könne die Rechteseiner Gemahlin mit ganz ruhigem Gewissen verfechten,ohne sich um die Garantie zu kümmern die er gegeben.

Und da man in Sachsen sich auch gegen den russi-schen Hof nur verpflichtet hatte, die Garantie nicht zuverletzen, so lange sie von Andern beobachtet werde, soglaubte man jetzt vollkommen freie Hand zu haben.

Schon im Anfang des Mai, als Belleisle seinen Wegvon Schlesien nach Baiern durch Sachsen nahm, und inHubertsburg erschien, blieb wenig Zweifel an der Theil-nahme Sachsens übrig: die vornehmste Schwierigkeit lagin einer im voraus zu bestimmenden Auseinandersetzungmit Baiern. Der Graf von Brühl unterschied eine kleinereund eine größere Theilung. Die kleine nannte er, wennman Böhmen und Oberschlcsien erobere, das dann zwi-schen Baiern und Sachsen zu vertheilen sei: die große,wenn man überdies auch noch die Verlande und Ober-östreich einnehme; dann könne dies letztere an Baiern,Oberschlcsien ganz an Sachsen kommen, Böhmen zwischenbeiden getheilt werden; wobei jedoch Prag an Sach-sen fallen müsse. Er war der Meinung daß die ersteauch dann möglich sei, wenn man sich mit Preußen nichteinigen könne; Belleisle erwiederte, daß er in diesem Falleweder die eine noch die andere für ausführbar halte.'Was das Kaiscrthum anlangt, worauf man in Sachsen

1. Schreiben Belleisle's Leipzig 10, Nymphenburg 24 Mai.