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NUN entbundenen Kräfte sich auf den freien Gebieten derWelt mit einander messen und nach ihrer inwohnendenStärke die großen Fragen entscheiden. Vor einer Um-bildung von Europa erschrak er nicht, in der Meinung,daß sich ein anderes Gleichgewicht wiederherstellen lasse,wenn das damalige nicht zu behaupten sei. Ohne sichin der steten Kriegsbeschäftigung in der er lebte, um diezukünftigen Dinge viel zu kümmern, wünschte er nur dieTruppen der Verbündeten im Felde erscheinen zu sehen.Ehe dies nicht geschehen sei, sagt er Belleisle, dürfe manauf ihn nicht mehr rechnen als auf ein Baumblatt imHerbstwinde.
Nach der Rückkehr Belleisles von München undFrankfurt im Juli 1741 wurde zwischen ihm, dem Car-dinal und dessen Gehülfen die ernstlichstc Berathung dar-über gepflogen und folgender Plan gefaßt.
Zwei französische Armeen sollten im Felde erscheinen.Die eine, von 32000 M. z. F. 10000 M. z. Pf. unterBelleisle selbst ward bestimmt, dem Churfürsten von Baiernzuzuziehen, der indeß durch die spanisch-französischen Sub-sidien in den Stand gesetzt war, selbst ein Heer von20000 M. ins Feld zu stellen. Mitte August sollte dieerste Colonne dieser Armee den Rhein überschreiten, EndeAugust in Donauwörth sein.
Die zweite französische Armee unter dem GrasenMaillebois, sollte sich Anfang August an der Maaß zu-sammenziehen, Liittich und Dinant besetzen, gegen Düffel-