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Zweiter Band.
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dorf über lagern: hier sollten sich ihr die Truppen derChurfürsten von Cöln und von Pfalz anschließen, dieebenfalls Subsidien empfingen; während jene angriff,sollte diese jede Einwirkung von England oder Hollandher zurückhalten, Hannover bedrohen und wohl auch, wo-von jedoch nichts verlautete, die Eroberung vorbereitendie man in den Niederlanden zu machen gedachte.

In Brest war eine Flotte ausgerüstet, die wenn eses nöthig sei nach der Ostsee gehen und den Schwedenzu Hülse kommen sollte.

Diesmal war es Ernst: der Juli verging nicht, ohnedaß in Deutschland.der Krieg ausgebrochcn wäre. Amletzten Tage dieses Monats, früh am Morgen, drangenbäurische Truppen in Passau ein.

Im tiefsten Frieden hielt dort der Fürstbischof, Car-dinal Lamberg, in der Beste Oberhaus Hof. Er hatteeine Besatzung von nur 70 Mann; aber die Baiern zo-gen in Betracht, wie viel von jeher auf den Besitz die-ses wohlgelegenen Platzes angekommen war. An jenemMorgen ließ General Minuzzi, der sich mit einer Ab-theilung bäurischer Truppen unvermerkt genähert hatte,ein Posthorn ertönen, und als der Pförtner öffnete, seineGrenadiere daselbst eindringen. Nachdem er sich derHauptwache und der ganzen Stadt bemächtigt hatte, wardder Bischof aufgefordert, seine Beste ihnen zu überliefern.Man ließ ihm nur zwei Stunden Bedenkzeit; würde ersich weigern, so sei man gerüstet, sich den Weg mit Bom-

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